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  • fördert Selbststärkung und Selbstverwirklichung von Frauen.
 
                                                         


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NEUE VERANSTALTUNGSREIHE
„LEHRERINNEN DER MENSCHHEIT – HINTERLASSENE ENTWÜRFE FÜR EIN HUMANES MITEINANDER“.
In drei Vorträgen mit Gespräch stellt die Weimarer Literaturwissenschaftlerin und Autorin Dr. Ulrike Müller drei herausragende Frauen vor: Simone Weil, Hannah Arendt und Rosa Luxemburg. Die Reihe wurde möglich durch die Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
DAS THEMA
Bei aller Verschiedenheit waren den drei Denkerinnen Humanität, Esprit, Liebenswürdigkeit und Kompetenz gemeinsam, die allerdings von ihren ZeitgenossInnen nicht gut ertragen wurden. Ulrike Müller zeigt jedoch nicht nur Kämpfe, Leiden und Scheitern. Es geht ihr vor allem um das reiche Erbe an Visionen, Utopien und konkreten Entwürfen für ein gedeihliches menschliches Miteinander, die Weil, Arendt und Luxemburg hinterlassen haben und die noch der Verwirklichung harren. Gelernt werden kann von ihnen nicht erst für die Zukunft, sondern gleich für die Gegenwart.
DER ZWEITE TEIL
Ulrike Müller widmet sich am Dienstag, den 9. Mai 2017, 19:00 Uhr, im Salon des Frauenzentrums Persönlichkeit und Lebenswerk von Hannah Arendt (1906-1975) und stellt dem Abend ein Wort Arendts voran: „Macht entsteht da, wo Menschen zusammen handeln“
HANNAH ARENDT sah sich selbst als politische Denkerin, nicht als Philosophin. Im reichen geistigen Erbe dieser Lehrerin der Menschheit finden sich zahlreiche Argumente auch zu den heißen Eisen der gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatte, sei es zu den Themen Flucht und Nationalismus, Macht und Terror oder auch zum Unterschied von Tatsache, Meinung und Lüge in der Politik, wo gerade aktuelle Sprachkomposition wie „postfaktisch“ oder „alternative Fakten“ irrlichtern.
Arendts optimistische These: „Macht entsteht da, wo Menschen zusammen handeln“ stellt bis heute eine kühne Herausforderung dar. Dabei hat sie mit ihrer Grundidee, das Leben nicht von der menschlichen Sterblichkeit, sondern von dessen „Geburtlichkeit“ her zu denken, der abendländischen Philosophie eine dezidiert weibliche Perspektive eröffnet. Diese wurde lange Jahre überschattet von der internationalen Kontroverse um Arendts Begriff von der „Banalität des Bösen“, den sie im Zusammenhang mit den Nazi-Verbrechen und ihrer Beobachtung des Eichmann-Prozesses prägte und der in jüngster Zeit neue Aktualität gewinnt.
DIE REFERENTIN
Dr. Ulrike Müller hat sich in Weimar und darüber hinaus einen Namen gemacht mit Veröffentlichungen, die geistige und künstlerische Leistungen von Frauen dem Vergessen und Verschweigen einer immer noch von Männern dominierten Geschichtsschreibung entreißen. Weibliche Beiträge zur Menschheitskultur in das Licht zu stellen, das ihnen gebührt, ist ihr ein Herzensanliegen. Wer will, kann das nachlesen: „Die klugen Frauen von Weimar“ erschienen 2007 im Elisabeth Sandmann Verlag, 2009 die „Bauhaus-Frauen“ und 2013 die „Salonfrauen“. 2016 gab sie zum 250. Geburtstag von Johanna Schopenhauer – der Namensgeberin der Straße, in der das Frauenzentrum steht – einen Textband heraus: „Der Umgang hier scheint mir sehr angenehm“ - Briefe, Reisepassagen, Jugendbildern und Kunstbetrachtungen von Johanna Schopenhauer.
Jüngstes Werk von Ulrike Müller ist ein Porträt von Amalie Winter in der Reihe „Die charmante Unbekannte“.
AUFTAKT der Reihe war im Februar ein Porträt der Französin Simone Weil, einer Philosophin, die kompromisslos den Sinn des Lebens suchte, ihre jüdischen Wurzeln hinter sich ließ, sich der katholischen Mystik zuwandte und ihre Menschenliebe so radikal lebte, dass sich 1943, schwer krank, in einem englischen Krankenhaus zu essen weigerte, weil ihre Landsleute in Frankreich hungern mussten – sie starb mit nur 34 Jahren. Ulrike Müller verschafft uns Zugang zu Leben und geistiger Welt einer hochintelligenten, eigensinnigen und höchst eigenständigen Denkerin.
ABSCHLUSS der Reihe wird am Dienstag, den 20. Juni 2017, 19 Uhr, der Vortrag über Rosa Luxemburg sein.